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Die Schülerinnen und Schüler des Projekts „Care4Future“ erlebten im WohnXperium Chemnitz einen spannenden und eindrucksvollen Projekttag. Dabei erhielten sie realistische Einblicke in Wohn- und Lebenssituationen von Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Besonders zwei Stationen standen im Fokus: der Sinnestunnel und das Baukastensystem zur barrierefreien Wohnraumgestaltung.
Der Sinnestunnel – Einschränkungen am eigenen Körper spüren
Im Sinnestunnel erfuhren die Jugendlichen durch gezielte Simulationen, wie sich nachlassende Sinnesleistungen und körperliche Einschränkungen im Alltag bemerkbar machen.
Mit Gehörschutz, Simulationsbrillen und Handschuhen, die die Feinmotorik erschweren, wurden einfache Tätigkeiten plötzlich zur Herausforderung. Viele Schülerinnen und Schüler beschrieben diese Erfahrung als echten Augenöffner.
Baukastensystem – Wohnraum barrierefrei planen
Im zweiten Teil des Projekttages arbeiteten die SuS mit einem Baukastensystem, das zeigt, wie flexibel Wohnräume gestaltet werden können, um Barrieren zu reduzieren. Sie erprobten unter anderem:
- wie Möbel sinnvoll positioniert werden müssen,
- wie viel Bewegungsfläche Rollstühle und Rollatoren benötigen,
- welche Höhen für Arbeitsflächen, Waschbecken oder Toiletten geeignet sind,
- und wie bereits kleine technische Anpassungen den Alltag erleichtern können.
Besonders beeindruckte die höhenverstellbare Toilette, die anschaulich demonstrierte, wie moderne Technik mehr Selbstständigkeit ermöglichen kann.
Berufliche Perspektiven entdecken
Der Projekttag machte zudem deutlich, wie vielfältig die beruflichen Chancen in den Bereichen Pflege, Therapie, Technik, Handwerk und Sozialarbeit sind. Die Jugendlichen erhielten wertvolle Einblicke in mögliche zukünftige Arbeitsfelder.
Dank & Förderung
Ein herzlicher Dank gilt dem engagierten Team des WohnXperiums – insbesondere Anne für die fachkundige und herzliche Begleitung. Der Projekttag wurde ermöglicht durch Fördermittel des Landratsamtes Mittelsachsen sowie durch das Projekt „Praxisberater an Oberschulen“.